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Begehren und Ökonomie : eine sozialphilosophische Studie / Jule Govrin

von Govrin, Jule.
Materialtyp: materialTypeLabelBuchReihen: Undisziplinierte Bücher 3.Verlag: Berlin [u.a.]: De Gruyter, 2020Beschreibung: XIV, 339 p.ISBN: 9783110682946.Schlagwörter: Psychologie | Philosophie | Ökonomie, PolitischeHochschulschriftenvermerk: Zugl.: Berlin, Univ., Diss. Zusammenfassung: Begehren, Sexualität, Intimität und Affektivität sind feinmaschig in die spätkapitalistische Matrix des Sozialen eingewebt. Die Studie untersucht die politische Ökonomie des Begehrens nach 1968. Sie unternimmt einen Streifzug quer durch die Philosophiegeschichte – von Platon über die Psychoanalyse zum Poststrukturalismus. Dabei geht sie von der Annahme aus, dass Ökonomie einen konstitutiven Faktor darstellt, wenn man Begehren begreifen will. Umgekehrt lassen sich sozioökonomische Strukturen nicht ohne die Rolle des Begehrens verstehen. Begehren wirkt sozialmobilisierend, indem es normative Ordnungen sowohl errichten und aufrechterhalten als auch überschreiten kann. Neben paradigmatischen Positionen von Platon, Georg W. F. Hegel, Friedrich Nietzsche und Sigmund Freud werden begehrensökonomische Thesen von Gilles Deleuze und Félix Guattari und der im Paris von Mai ’68 aufkommenden Philosophie des Begehrens betrachtetZusammenfassung: During the political upheaval of 1968, a frequent topic of conversation was how economics rules desire and how desire drives capitalism. This study investigates the relationship between desire and economics based on paradigmatic positions in the history of philosophy. It also suggests ways to update the claims of Deleuze and Guattari’s Anti-Oedipus for late-stage capitalismZusammenfassung: Frontmatter -- Danksagung -- Inhalt -- Einleitung -- 1 Die begehrensökonomische Kartografie -- 2 Anti-Ödipus und die politische Ökonomie des Aufbegehrens -- Bilanz -- Einleitung -- 3 Eros und Oikos – Platons ‚Urszene‘ der Trennung von Mangel/Produktion -- 4 Das dialektische Dilemma der Begierde: Georg W.F. Hegels Denkfigur von Herr und Knecht -- 5 Friedrich Nietzsches Begehrensökonomie der Schuld und Schulden -- 6 Sigmund Freuds psychoanalytische Paradoxien angesichts des Antagonismus von Eros und Thanatos -- Bilanz -- Einleitung -- 7 Lebendiges Geld und die lebende Münze: Pierre Klossowski -- 8 Erotische Exzesse und verschwenderische Ökonomien: Georges Bataille -- 9 Zerrissene Text-Körper und wilde Ökonomien: Jean-François Lyotard -- 10 Queere Kämpfe und antisoziales Begehren: Guy Hocquenghem -- Konklusion: Zur Kritik der politischen Ökonomie des Begehrens in der Gegenwart -- Schlussbemerkungen -- Literaturverzeichnis -- Stichwortverzeichnis
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Zugl.: Berlin, Univ., Diss.

Begehren, Sexualität, Intimität und Affektivität sind feinmaschig in die spätkapitalistische Matrix des Sozialen eingewebt. Die Studie untersucht die politische Ökonomie des Begehrens nach 1968. Sie unternimmt einen Streifzug quer durch die Philosophiegeschichte – von Platon über die Psychoanalyse zum Poststrukturalismus. Dabei geht sie von der Annahme aus, dass Ökonomie einen konstitutiven Faktor darstellt, wenn man Begehren begreifen will. Umgekehrt lassen sich sozioökonomische Strukturen nicht ohne die Rolle des Begehrens verstehen. Begehren wirkt sozialmobilisierend, indem es normative Ordnungen sowohl errichten und aufrechterhalten als auch überschreiten kann. Neben paradigmatischen Positionen von Platon, Georg W. F. Hegel, Friedrich Nietzsche und Sigmund Freud werden begehrensökonomische Thesen von Gilles Deleuze und Félix Guattari und der im Paris von Mai ’68 aufkommenden Philosophie des Begehrens betrachtet

During the political upheaval of 1968, a frequent topic of conversation was how economics rules desire and how desire drives capitalism. This study investigates the relationship between desire and economics based on paradigmatic positions in the history of philosophy. It also suggests ways to update the claims of Deleuze and Guattari’s Anti-Oedipus for late-stage capitalism

Frontmatter -- Danksagung -- Inhalt -- Einleitung -- 1 Die begehrensökonomische Kartografie -- 2 Anti-Ödipus und die politische Ökonomie des Aufbegehrens -- Bilanz -- Einleitung -- 3 Eros und Oikos – Platons ‚Urszene‘ der Trennung von Mangel/Produktion -- 4 Das dialektische Dilemma der Begierde: Georg W.F. Hegels Denkfigur von Herr und Knecht -- 5 Friedrich Nietzsches Begehrensökonomie der Schuld und Schulden -- 6 Sigmund Freuds psychoanalytische Paradoxien angesichts des Antagonismus von Eros und Thanatos -- Bilanz -- Einleitung -- 7 Lebendiges Geld und die lebende Münze: Pierre Klossowski -- 8 Erotische Exzesse und verschwenderische Ökonomien: Georges Bataille -- 9 Zerrissene Text-Körper und wilde Ökonomien: Jean-François Lyotard -- 10 Queere Kämpfe und antisoziales Begehren: Guy Hocquenghem -- Konklusion: Zur Kritik der politischen Ökonomie des Begehrens in der Gegenwart -- Schlussbemerkungen -- Literaturverzeichnis -- Stichwortverzeichnis

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